Microblading – Mein erstes PMU

Am vergangenen Donnerstag war es soweit: Ich hatte meinen langersehnten Termin für ein Permanent-Make-up. Genauer gesagt ließ ich mir meine Augenbrauen mit Microblading, einer neuen Methode aus Asien, „tunen“. Was das genau ist und wie das Ganze abläuft, erzähle ich euch hier.

Auch ich war bis vor kurzem der Meinung, Permanent-Make-up sieht viel zu künstlich für’s Gesicht aus, ist immer schlecht gemacht und überhaupt – wer kommt auf die Idee, sich die eigenen Häärchen wegzurasieren, um dann viel zu dünne, zu geschwungene, zu dunkle Linien zu tätowieren?

Vorher PMU

Der Gedanke, sich bis zu einem gewissen Grad nicht mehr schminken zu müssen, hat aber dennoch etwas. Auf die Idee des PMU bin ich eigentlich erst gekommen, nachdem ich ein total frontales Selfie von mir einmal genauer betrachtet hatte. Oh Schreck, SO sind mir meine Augenbrauen im Spiegel noch nie aufgefallen! Diese sind wohl von Natur aus etwas asymmetrisch bzw. ungleich hoch, dazu gefiel mir die Form plötzlich überhaupt nicht mehr. Wer kennt denn die vielen tollen Bilder von wohlgeformten, vollen Augenbrauen? Die haben mir schon immer gefallen. Leider meinte ich es (wie so viele andere) in meiner Vergangenheit zu gut und zupfte, und zupfte, und zupfte fröhlich darauf los. Übrig geblieben ist jeweils im dritten Drittel meiner Augenbrauen ein viel zu dünner Strich. Auch waren sie recht kantig, das unglückliche Ergebnis der „DIY perfekte Augenbrauenform“ mit Pinselstiel, der den Anfang, den höchsten Punkt und das Ende einer jeden Braue markieren soll. Natürlich ist das jetzt Jammern auf hohem Niveau, aber wenn es schon die Möglichkeit gibt, wieso nicht? 😉
Im Bild oben seht ihr meine Ausgangslage. Ich muss mich noch für die schlechte Bildqualität entschuldigen, aber diese Fotos sind mit der Frontkamera meines iPhones aufgenommen worden, aber das Wesentliche zeigen sie ja.

Nach kurzer Recherche zum Thema PMU ließ ich mich vor ein paar Wochen ganz unverbindlich in drei verschiedenen Kosmetikstudios in meiner Umgebung beraten. Nachdem mich als sehr kritischer Kunde die Hoffnung schon beinahe verlassen hatte, überzeugte mich das letzte Beratungsgespräch doch noch, sodass ich guten Gewissens einen Termin vereinbarte. Ich wurde über den Ablauf der Behandlung, die Haltbarkeit und die Pflege informiert, der Preis wurde mir offen gelegt und zur Veranschaulichung wurden meine Augenbrauen bereits ein erstes Mal vorgezeichnet. Für mich ist Aufklärung das A und O, die Qualität muss mir entsprechen, auf meine Wünsche und Bedenken sollte eingegangen werden. Der Preis ist dabei nur Nebensache.

Allgemeine Info:
Beim Microblading kommt, im Gegensatz zum herkömmlichen PMU, KEINE Maschine zum Einsatz. Die „Häärchen“ werden mit einer hauchdünnen Klinge – dem Blade – von Hand eingeritzt. Danach wird für ein paar Minuten die gewünschte Farbe aufgetragen, die dann versickert und während der Heilung eingeschlossen wird. Je nach Hautbeschaffenheit und Stoffwechsel soll das Microblading 1-2 Jahre lang halten und in dieser Zeit nach und nach verblassen.

Preis:
350€ inkl. 2 Nachbehandlungen

Ablauf des Microbladings:
Als „Vorarbeit“ leistete ich am Tag vor der Behandlung noch ein sanftes Peeling meiner Augenbrauen. Ich hatte diese Empfehlung mal irgendwo aufgeschnappt und sie leuchtete mir ein.
Als der Termin dann anstand, wurde ich von der PMU-Spezialistin des Kosmetikstudios zuerst angemalt. Sie war sehr genau und nahm sich viel Zeit. Beim ersten Blick in den Spiegel hatte ich dann noch ein paar kleine Änderungswünsche, die umgehend umgesetzt wurden. Alles in allem betrug die Zeit des Vorzeichnens knapp 3/4 Stunden.
Danach besprach sie noch kurz die Farbwahl mit mir.  Eigentlich wollte ich ein Graubraun, da auch meine Naturhaarfarbe dunkelaschbraun ist und ich mir gerade die Farbe herauswachsen lasse (trage also zurzeit Ombre). Außerdem sind ja meine Augenbrauenhaare fast genauso dunkel. Sie meinte daraufhin aber, dass sie lieber vorerst ein Rotbraun auftragen würde, da das Aschbraun doch ziiiemlich dunkel sei. Sollte mir die Farbe nicht entsprechen, so könne man bei der ersten Nachbehandlung nach einem Monat immer noch dunkler drüber schattieren. Wie ich’s vom Friseur kenne 😀 Sie hatte ja Recht.
Es hieß immer, das Microblading wäre nicht so schmerzhaft wie die „altbewährte“ PMU-Methode, es fühle sich lediglich wie beim Zupfen an. Pustekuchen! Ich bin wirklich nicht schmerzempfindlich, aber das Bladen ließ mich einige Male ganz unwillkürlich zusammenzucken :-/ Mir war es schon fast unangenehm, ich wollte mich ja zusammenreißen, aber ich konnte nicht dagegen steuern.. Mit der Zeit wurde es etwas besser, weil wohl das Betäubungsgel angefangen hat zu wirken, allerdings ließ diese Wirkung auch genauso schnell wieder nach. Sie meinte daraufhin, dass ich das nächste Mal gerne früher kommen kann und wir lassen das Gel länger einwirken. Na, ob es das bringt? Jedenfalls unterbrach die Kosmetikerin immer mal wieder, um mich gucken zu lassen. So konnte ich hie und da noch einmal kleine Änderungswünsche einbringen. Die Behandlung selbst dauerte knapp eine Stunde.

Bisher bin ich hellauf begeistert von dem Ergebnis. Die ersten zwei Tage war es natürlich noch etwas gewöhnungsbedürftig, aber mittlerweile bin ich ganz hin und weg ❤ Auch wenn es aktuell noch etwas rot ist – Heilzeit eben. Die erste Nachbehandlung findet in einem Monat statt, weil wie bei herkömmlichem PMU nicht sichergestellt werden kann, dass die gesamte Farbe aus der ersten Behandlung hält. Ich werde dann gerne ein Zwischenfazit posten.

Nachher PMU

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